Unser Arbeitsmarkt ist robust

Vredener CDU-Bundestagsabgeordneter im Austausch mit Vertretern der Arbeitsagentur

19.03.2021, 10:37 Uhr

Wie steht es um den regionalen Arbeitsmarkt nach einem Jahr Pandemie? Darüber haben Johann Meiners, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Coesfeld, und Rolf Heiber, operativer Geschäftsführer, mit dem Vredener CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring gesprochen.

Bei ihrem gemeinsamen Termin ging es vor allem um die Corona-Pandemie und die derzeitigen Auswirkungen auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in den Kreisen Borken und Coesfeld, für die die Agentur für Arbeit Coesfeld zuständig ist.
 
Die guten Nachrichten zuerst: Der Arbeitsmarkt zeigt seit September 2020 positive Tendenzen. Die Arbeitskräftenachfrage ist auf stabilem Niveau. Zwar ist die Arbeitslosigkeit im Gebiet der Arbeitsagentur Coesfeld mit 3,7 % für die Region verhältnismäßig hoch, die Zahlen sind allerdings rückläufig. „Das prozentuale Plus der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr geht von Monat zu Monat zurück“, fasst Johann Meiners zusammen. „Der Arbeitsmarkt hat stark gelitten, das ist offensichtlich. Ich bin dennoch erstaunt, wie robust er in der gegenwärtigen Situation doch ist“, so Johannes Röring nach dem Gespräch.
 
Rolf Heiber berichtet von exemplarischen Zahlen aus dem Monat August 2020. In Summe waren 1.633 Betriebe in dem Monat in Kurzarbeit, was 15.086 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betraf. „Es ist schön zu hören, dass die vom Bundestag beschlossenen Regelungen zum Kurzarbeiter-geld die erhoffte Wirkung erzielt haben. Die Unternehmen konnten zum großen Teil ihre Arbeitskräfte halten und diese wiederum haben weiterhin ein Einkommen. Das ist sehr wertvoll“, stellt Röring fest.
 
Vor dem Hintergrund der Suche der Unternehmen nach Fachkräften in beiden Landkreisen wurde intensiv über den Rückgang der neu abge-schlossenen Ausbildungsverträge im letzten Jahr diskutiert. Man war sich einig: Fachkräftesicherung beginnt mit der betrieblichen Ausbildung. „Trotz Pandemie ist die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen weiterhin gegeben", so Meiners. Das Ausbildungsangebot ist breit gestreut und bietet viele Chancen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Jugendlichen diese beruflichen Möglichkeiten erkennen und für sich nutzen und das in größerem
Ausmaß als bisher.